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Mindestens einmal im Leben nach Taizé - Bericht von der Taizé-Fahrt 2008 |
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Geschrieben von Sara Finke
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Am
nächsten Tag, Sonntag, ging es zum Glück noch nicht mit dem
vollen Programm los, da die meisten an diesem Tag ab- oder anreisen.
So konnten wir uns noch von der langen Fahrt erholen und langsam mit
Herz und Seele in Taizé ankommen. Dafür waren dann die
sechs folgenden Tage durchgeplant mit Gebets- und Essenszeiten,
Bibeleinführung, Workshops und Arbeiten. Ein Tagesablauf der
glücklicherweise auch ein paar Lücken ließ, in denen
wir zur Quelle St. Etienne oder in das benachbarte Cluny gehen
konnten.
Ich
hatte vor meiner Reise von den vielen Gebeten gehört, mindestens
3mal täglich. Wie sollte man das nur aushalten? Irgendwie war
man da doch nur in der Kirche. Doch es kam anders als gedacht. Durch
die einladende, freundliche Gestaltung des Gotteshauses fühlte
ich mich sofort geborgen und heimisch. Teilweise war ich traurig,
dass nach dem Mittagsgebet gleich das Essen kam und ich mich
anstellen musste, um noch etwas zu bekommen. Nach dem Abendgebet
konnte man noch mehrere Stunden in der Kirche verbringen, ob sitzend,
kniend oder liegend und die einprägsamen Taizégesänge
singen. Wer die Nacht nicht in der Kirche verbringen wollte, fand
sich unweigerlich irgendwann im sogenannten "Oyak" wieder. Ein
Treffpunkt zum Reden, Singen und Spielen mit anderen Nationen. Wer
dort allerdings zu lang gefeiert hatte, kam meist früh
verschlafen in die Gesprächsgruppen, in denen man sich nach der
Bibeleinführung durch einen Frater über das gehörte
unterhält und darüber diskutiert. Diese kleineren Gruppen
bestanden aus Jugendlichen unterschiedlichster Nationen. So bekam man
auch verschiedenste Eindrücke von ihnen, Erfahrungen wurden
ausgetauscht, die manchmal unterschiedlicher nicht sein konnten.
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